Hannes Hofstetter, "Elemente", 1988

Hannes Hofstetter, "Elemente", 1988
Mischtechnik auf Leinwand, 180 x 230 cm

Einige Werke von großem Interesse sind von den Zyklen losgelöst. Gerade bei einem von ihnen möchte ich nicht so sehr eine Analyse eröffnen, sondern mich mit Einfühlungsvermögen nähern ,was machmal gleiches Gewicht hat wie kritische Arbeit: "Elemente" 1988, ein repräsentatives und komplexes Werk, sowohl im Hinblick auf die Bedeutungen, als auch auf die adäquate malerische Bildkonstruktion. Zunächst fällt mir die besondere Art der Architektur auf. Die Blöcke, die zuerst als solide wahrgenommen werden, sind instabil, weil sie die Zweidimensionalität nicht irreversibel wiederherstellen. Und so ändert sich die Bewegung. Es führt in die Ferne, in die Tiefe, und breitet sich nach vorne aus. In Bezug auf diese Ereignisse ist es nicht möglich, die Rolle des frontalen Betrachters zu übernehmen. Man ist unvermeidlich drinnen, wo ein neues Abenteuer beginnt. Von den Formen zu den Zeichen. Alchemistische Zeichen koexistieren mit mathematischen Formeln, Buchstaben des griechischen Alphabets mit Kreisen, Ellipsen, Umlaufbahnen. Elemente der Welt und des Geistes.

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